Sonntag, 3. Juli 2011

Der Brief


Kapitel 5

Bella's Sicht:



Gegen 15 Uhr waren wir endlich mit den Bewerbungen fertig.
"Wenn du willst können wir jetzt zur Lichtung gehen, meine Liebste.", sprach mein Lieblings Vampir.
"Ja, ich würde immer noch gerne zu unserer Lichtung gehen.", antwortete ich ihm.
"Na dann.", sagte er und reichte mir auffordernd seine Hand.
Da ich wusste, dass dies eine nicht ausschlagbare Aufforderung war, ergriff ich ohne zögern seine Hand.
Wie erwartet hatte er mich in weniger als einer sekunde auf seinen Rücken gezogen.
Als er sicher war, dass ich nicht abrutschen konnte, lief er schon los.
Ich liebte dieses Gefühl, es war als würde man fliegen.
Es war unglaublich, dass mir früher nach soeinem Lauf immer schlecht war.
Nun war es anders und ich konnte nicht genug von diesem Gefühl bekommen.
Was aber auch schön gewesen war, war wie Edward mich heute morgen berührt hatte.
Ob er es wieder machen würde?
Aber ich hoffte für Alice, dass sie uns diesmal in ruhe ließ.
Bei dem Gedanken daran, dass er es wieder tun könnte fing mein Herz an viel zu schnell und laut zu schlagen und ich drückte mein Gesicht in seinen Nacken.
Ich hörte ein belustigtes lachen seinerseits und spürte wie wir stehen blieben.

Das hätte ich doch eigentlich gar nicht mitbekommen dürfen.



Auch wenn es ein bisschen verwirrend war, so war ich doch zu sehr von Edward abgelenkt.
Denn kaum standen wir, da lag ich schon wieder in seinen Armen und er küsste mich.
Dieser Kuss war aber anders als die, wie sollte ich das sagen, normalen Küsse von ihm.
Als wir uns dann schwer atmend voneinander lösten, fragte ich ihn:"Woher kommt den so plötzlich dein Sinneswandel?"
Während ich dies sagte, stahl sich ein verschmitztes Lächeln auf meine Lippen.
Aber ich meinte nicht nur die jetzige Situation sondern sein Benehmen überhaupt.
Sonst war er nämlich nicht so drauf. 
Aber ich konnte nicht behaupten es nicht zu genießen.
"Ich weiß nicht was du meinst, meine Liebste.", sagte er zu mir bevor er mich erneut küsste.
Es war aber auch so klar gewesen, dass er eins auf unwissend machte.
Auch wenn es nicht zu ihm passte.
Ohne das ich was dagegen tun konnte fing ich an zu lächeln.
"Was ist denn so amüsant, Miss Swan?", fragte er mich, aber ich konnte nur den Kopf schütteln.
Was sollte ich denn sonst tun?
Na ja, egal, ich wollte die Zweisamkeit nicht mit nachdenken vergeuden, also küsste ich ihn einfach noch mal.
Was er auch geschehen ließ.
Und das wiederum wunderte mich nicht.
Plötzlich klingelte Edward's Handy.
Obwohl es ihm sichtlich missfiel ging er ran um im nächsten Moment zu erstarren.
Das Telefonat dauerte keine halbe Minute und Edward hatte nichts gesagt, da nahm er das Handy vom Ohr um es wieder wegzustecken.
"Was ist denn los, Edward?", fragte ich ihn.
"Wir müssen sofort los, Liebste.", antwortete er mir, woraufhin ich nur enttäuscht seufzte.
Egal wer am Telefon war, dieser jemand hatte eine Gabe andere Leute genau dann zu stören, wo sie es an wenigsten wollten.
"Na komm, Liebste. Dann gehen wir halt morgen noch einmal hier her, Ok?", sprach er zu mir.
So kindisch es auch war, ich wollte nicht antworten, was Edward zum seufzen brachte und nickte bloß.
Er nahm mich wieder an der und zog mich auf seinen Rücken um dann auch gleich mit mir los zu laufen.
Während er lief, machte ich mir so meine Gedanken darüber wer denn angerufen hatte und warum.
War zu hause etwas passiert?
Ging es jemanden nicht gut?
Diese Ungewissheit war schier zum verrückt werden.
Wir waren noch nicht richtig angekommen, da kam Alice schon auf uns zu.
Hinter ihr waren Emmet und Jasper.
Ich wusste nicht warum aber Emmet und Jasper kamen links und rechts an unsere Seiten und Alice verschwand hinter uns aus meinem Blickfeld.
Ich wollte gerade fragen was denn los war, doch Alice sagte gleich:"Nicht jetzt, Bella!", also ließ ich es bleiben.
Endlich im Haus angekommen wurden wir auch schon von einer schluchzenden Esme und einem, wie immer, sachlich, ruhigen Charlisle empfangen.
Alice schnappte mich bei der Hand und zog mich ins Wohnzimmer, wo sie mich auf die eine Couch drückte.



Dass sie auch immer alles bestimmen musste!



Als ich saß, sah ich gerade noch wie Edward Charlisle zu nickte und zu mir kam, kaum dass er saß nahm er auch schon meine Hand.
"Was ist den schon wieder los?", fragte ich in die Runde da ich mir sicher war, dass auch Edward schon bescheid wusste.
"Wir sind uns selbst nicht wirklich sicher, nur dass diese Vampirin über uns und unsere Gaben gut bescheid weiß. Denn wir haben diesen Brief hier bekommen.", sagte Esme zitrig und überreichte mir ein Blatt Papier.
Ich fing natürlich gleich an zu lesen:



Liebe Familie Cullen,
ich finde es rührend wir gut Ihr euch um Bella kümmert und sie auch beschützt.
Doch müsst Ihr sie nicht vor mir beschützen.
Ich habe nicht vor ihr was zu tun.
Aber dennoch schwebt sie in großer Gefahr, vor der auch Ihr sie nicht einfach beschützen könnt.
Da Ihr mir aber nicht traut, was auch völlig in Ordnung ist, habe ich mir gedacht, dass statt ich euch besuchen komme, Ihr zu der Lichtung kommt wo Bella mit Eurem Gedankenleser so gerne ist.
Da ich mir sicher bin, dass Eure Visionärin schon weiß wann das Treffen sein wird, schreibe ich es nicht noch einmal hier auf.
Das ist mir doch zu vertraulich und ich weiß nicht ob nur Ihr diesen Brief lesen werdet.
Aber auch wenn Ihr Bella nicht mit zu dem Treffen nehmen wollt, dürft Ihr sie auf keinen Fall alleine lassen.
Das ist das einzige was ich bedingungslos von euch verlange.
Ich hoffe, dass Ihr euch diese Warnung zu Herzen nehmt und bis wir uns sehen gut auf Bella acht gebt.





Damit war der Brief zu ende und ich starrte ihn nur fassungslos an.
Was meinte sie mit Gefahren vor denen die Cullen's mich nicht beschützen konnten?
"Was soll das?", fragte ich Edward der mich auch entgeistert anstarrte.
Er schüttelte daraufhin nur den Kopf, was wohl so viel hieß wie: ich weiß es nicht.
Nun sah ich mir auch die Gesichter der anderen an und stellte fest, dass auch sie sehr bestürzt waren.
Aber so ungewöhnlich es auch war, ich hatte keine Angst mehr vor der Vampirin.
Wieso wusste ich auch nicht, doch ihre ganze Art, von der wir jetzt wussten,kam mir so vertraut vor.
Ich wusste natürlich, dass es Schwachsinn war, doch ändern konnte ich es ja nicht.
Ich wollte es auch gar nicht ändern.
"Bella, ich glaube es wäre besser wenn du noch den Rest der Woche hier bleiben würdest.", riss mich Esme aus meinen Gedanken.
Und wie immer war sie um alle besorgt, typisch Esme eben.



Oh, stimmt ja, ich wollte morgen ja eigentlich wieder nach hause.



"Das müsste aber noch mit Charlie besprochen werden.", antwortete ich ihr.
Erwartungsvoll sah ich zu Alice die natürlich genau wusste was ich wollte.
"Er wird nichts dagegen haben.", sagte sie mir strahlend.
Das war ja klasse, auch wenn es mich in so einer Situation nicht so freuen sollte.
"Na dann sollte ich es wohl hinter mich bringen, was?", sagte ich und lief zum Telefon.
Alice fing daraufhin nur an zu kichern.
Ich wählte nun Charlie's Nummer und als dann endlich abgehoben wurde, wusste ich noch gar nicht was ich sagen sollte.
Oder eher wie ich ihm sagen sollte, dass ich noch länger hier bleiben möchte.
"Hey Dad", fing ich an.
"Bells, hi ich dacht das ich bis morgen nichts von dir hören werde. Es ist doch nichts bei dir passiert un du rufst deswegen an, oder?"
Das war wieder mal typisch Charlie, machte sich immer gleich sorgen um mich.
"Nein Dad, ich wollte dich aber fragen ob ich noch etwas länger bei den Cullen's bleiben kann, ohne dass es dir zu lang wird?", bracht ich es, wie ich fand, direkt auf den Punkt.
"Bells, du weißt doch das ich es zwar nicht immer gut heiße, dir aber auf dem Gebiet nicht mehr zu sagen habe.", antwortete er mir.
"Ja, hast recht, ich meinte ja nur ob du dich nicht zu einsam fühlst?", meinte ich.
"Nein Bells, es ist alles klar. Du ich muss jetzt aber auch wieder los, es läuft gerade ein sehr wichtige Spiel.", sagte er noch und legte dann direkt auf.
"Ok?", sagte ich langgezogen obwohl es sich eher wie eine Frage anhörte.
"Dann wäre das zumindest schon mal geklärt.", sagte Alice und verschwand auch schon.
Ich ging wieder zur Couch und ließ mich auf Edward's Schoss nieder und machte es mir bequem um dann schnell einzuschlafen






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