Kapitel 8
Bella's Sicht:
Ich lief in einer Halle, die mir sehr bekannt vor kam, lachend umher und wartete darauf, dass ich von Eleanorè gefangen wurde.
Warum wollte ich denn, dass sie mich fing?
Es war sehr merkwürdig, denn wie schon nach dem Brief, hatte ich auch nun keinerlei Angst vor ihr.
Im Gegenteil ich fühlte mich sehr wohl.
Bella, il mio piccolo, io ho te."(Bella, meine kleine, ich habe Dich.), sagte sie und schon hob sie mich von hinten hoch und wirbelte mich umher.
Wie schon die ganze Zeit, konnte ich nur lachen.
Aber warum war das so?
Es war merkwürdig, dass mich meine Träume in letzter Zeit so verwirrten.
Nun lachte sie auch und gab mir ein kleines Küsschen auf mein Haar.
Doch dann veränderte sich die ganze Szene schlagartig und es wurde dunkel und es stürmte.
Ich spürte auch, dass es kalt wurde und wunderte mich, dass ich es so realistisch wahr nahm.
,,Si prega di essere tranquilla, non ci può trovare!"(Sei bitte still, sie dürfen uns nicht finden!), wisperte sie in mein Haar und trug mich weiter.
Ich fragte mich gerade, wer uns denn nicht finden dürfte, als ich weitere Stimmen hörte.
,,Eleanore, questo è tradimento, che sono sicuro si sa.
Sono ancora disposto a darvi una seconda possibilità."(Eleanore,das ist Hochverrat, das weißt Du doch sicher. Noch bin ich bereit Dir eine zweite Chance zu geben.), sagte eine eiskalte Stimme und ich erkannte darin die Stimme aus meiner Erinnerung.
Aber noch immer sah ich kein Gesicht, nicht vollständig zumindest.
Ob ich diesmal wohl dieses Gesicht sehen werde?
Wissen tat ich es nicht, doch ich hoffte es.
,,Tu sai che cosa questo avrà conseguenze, Eleanore."(Du weißt doch, was dies für Konsequenzen haben wird, Eleanore), zischte eine andere Stimme leise und bedrohlich.
Daraufhin folgte weiteres Gemurmel, doch ich verstand es nicht.
Nach einer gefühlten Ewigkeit wandten sie sich wieder zu uns, doch ich war mir nicht sicher ob das nun gut oder schlecht war.
Doch dann bildeten unsere Verfolger einen Kreis um uns und ich wusste, dass es schlimmer nicht ging.
Aus angst schloss ich meine Augen und wollte nur noch weg.
Immer noch hörte ich deutlich so etwas wie ein Surren und Zischen, doch wusste ich nicht was das sollte.
Zum nachdenken war die Angst und der Wunsch hier weg zu kommen auch zu groß und so klammerte ich mich einfach nur an Eleanore.
Doch nach und nach wurde es leiser und ich spürte ein Ziehen ohne das mich jemand berührte.
Neugierig machte ich meine Augen auf und staunte nicht schlecht, wir sind irgendwie nach Forks gekommen und standen nun direkt vor Charlie's Haus.
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Dieses mal wachte ich nicht schreiend auf, im gegenteil, ich rührte mich noch nicht einmal richtig.
Obwohl ich mir da nicht sicher war ob es an dem Beruhigungsmittel lag oder an dem sonderbar ruhigen Traum.
Aber ich glaubte auch nicht, dass es großen Sinn machte, sich darüber Sorgen zu machen, also ließ ich es und konzentrierte mich lieber darauf ob jemand hier war oder nicht.
Hören tat ich nichts, doch das hatte ja nichts zu bedeuten, ich wollte aber nicht durch das ganze Haus rufen, also begann ich mich aus den vielen Decken zu schälen die jemand über mich gelegt haben musste und stand auf, um mich gleich wieder zu setzen da mich ein erneuter Schwindelanfall überfiel.
Hoffentlich lässt das bald nach.
,,Bella? Bist du schon wach?", hörte ich Esme fragen.
Ohne das auch nur eine Sekunde verging, klopfte es an der Tür.
,,Komm doch rein, Esme.", bat ich sie herein.
Sie kam herein und wie nicht anders zu erwarten war, trug sie ein Tablett mt Essen zu meinem und Edward's Bett.
,,Ich habe Dir schon mal Frühstück gemacht.", sagte sie mit einem mütterlichen Lächeln.
ich konnte nur ergeben nicken, da ich nicht wirklich hunger hatte, sie aber nicht verletzen wollte, indem ich ihr dies sagte.
,,Was bedrückt Dich, Schätzchen?", fragte sie mich sanft und stellte das Tablett zur Seite.
Es war ja nicht anders zu erwarten.
Wie immer merkte sie alles und wollte dem nachgehen, um zu helfen.
Sie sah mich entschuldigend an, wahrscheinlich weil sie merkte,dass es mir unangenehm war.
,,Vielleicht hilft es Dir, darüber zu reden?",versuchte sie es erneut.
,,Du hast vielleicht recht.", antwortete ich ihr.
,,Ich hatte schon wieder so einen verwirrenden Traum.", begann ich und wartete auf ihre Reaktion.
Doch wie man von Esme erwarten musste, kam nichts, da sie mir anscheinend die Zeit geben wollte, die ich brauchte.
So war es aber auch besser und ich versuchte mich zu sammeln um nichts durcheinander zu bringen.
,,Es war merkwürdig, erst war ich wieder in diesem Saal und dann war ich irgendwo anders. Ich kann Dir gar nicht sagen wo ich dann war. Es war so verwirrend.", am Ende wurde ich immer leiser und nachdenklicher.
Esme sah nun auch sehr nachdenklich aus.
,,Ich verstehe.", murmelte sie.
,,Ist denn noch mehr passiert?", fragte sie.
,,Ja, also ich war halt dort und da kamen Leute von denen ich nicht genau weiß, wer sie sind. Sie haben uns, also Eleanore und mich, umzingelt. Ich bekam Angst und machte meine Augen zu. Und als ich sie schloss spürte ich ein ziehen und das obwohl mich niemand berührte. Ich wurde praktisch dort weg gezogen und als es aufhörte, befand ich mich vor Charlie's Haus! Das ist doch krank! Wieso war ich auf einmal dort?", ich hörte mich schon fast hysterisch an.
,,Jetzt beruhige dich erstmal!", sagte sie und nahm mich beruhigend in den Arm.
Diese kleine Geste half mir mch zu beruhigen und als ich endlich wieder ruhig war, konnte ich mich auch wieder sammeln und nachdenken.
Dann dämmerte mir etwas.
,,Wie lange habe ich denn eigentlich geschlafen?", fragte ich.
,,Etwas mehr als einen Tag. Wir haben jetzt ungefähr halb vier Nachmittags.", antwortete sie mir.
,,Und wo sind die Anderen?",
,,Sie sind schon auf dem weg zum Treffpunkt.", sagte sie leise.
WAS?? Sie konnten doch nicht ohne mich gehen!
Gerade wollte ich protestieren, als Esme sich erhob und mir das Tablett aufs Bett stellte.
,,Du wirst erstmal was essen und dann sehen wir weiter.", sagte sie lächelnd und verschwand.
Was sollte ich den jetzt machen?
Die Anderen konnten doch unmöglich ohne mich gehen.
Es ging doch um mich!
Ich ass etwas und verschwand dann im Bad um mich fertig zu machen und ging dann runter wo ich Esme fand.
,,Da bist Du ja, Bella.", sagte sie und kam auf mich zu.
,,Gehen wir nun zu den Anderen?", fragte ich einfach drauf los.
Ihr Lächeln verschwand augenblicklich und ihr Gesichtsausdruck wurde ernst.
,,Bella, es wäre besser, wenn wir hier bleiben würden.", fing sie an doch ich unterbrach sie.
,,Esme, es geht doch um mich! Da sollte ich doch auch dabei sein!", sagte ich.
,,Na gut, komm schon gehen wir zu den Anderen.", hauchte sie theatralisch.
,,Danke dass Du mich mit nimmst.", antwortete ich schlicht.
Sie kam auf mich zu und nahm mich auf die Arme und lief auch schon los.
Wie schon bei Edward, merkte ich viel mehr als ich eigentlich merken durfte.
Ich sah wie die Bäume an uns vorbei rasten, hörte jeden ihrer Schritte und hörte ihren oberflächlich gleich bleibenden Atem, der sich aber doch fast unmerkbar veränderte.
Ich musste unbedingt mit Charlisle reden.
Es war doch nicht normal, dass mir dies alles auffiel.
Doch ich hatte jetzt nicht die Zeit darüber nachzudenken.
Wir waren fast da, denn ich sah bereits die Lichtung auf der die Anderen waren.
Was sich mir dort für ein Bild bot, war schon fast lächerlich, wenn man bedachte, dass Alice und Rosalie genauso stark waren wie die Männer.
Denn die Beiden wurden von allen vier Männern sozusagen beschützt.
Ich ließ meinen Blick weiter wandern und da entdeckte ich Sie.
Sie stand da wie ein Engel und doch wirkte sie bedrohlich, weshalb ich nun auch verstand warum Alice und Rosalie abgeschirmt waren.
Auf einmal richtete sich Ihr Blick auf mich und sie flüsterte:,,Bella, la mia piccola stella. Sono contento di vederti di rivederla."(Bella, mein kleiner Stern. Ich bin froh dich wieder zu sehen.).
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