Samstag, 15. Oktober 2011

Erklärungen oder Verwirrungen?

Kapitel 9




Bella's Sicht:



Alle starrten Sie und danach mich an und man sah praktisch die stummen Fragen, die sie sich stellten.
Auf den Gruß dieser Frau, die aussah wie Eleanore aus meinen Träumen, konnte ich jedoch immer noch nichts erwidern.
Nach weiteren Minuten in denen nichts geschah, kam Alice auf mich zu und führte mich zu Rose, wo auch schon Esme stand, um mich, genau wie die Anderen, abzuschirmen.
,,Wir sind nun alle hier. Also sag uns was Du von und willst“, fing Charlisle an.
,,Ich bin mir nicht sicher, ob es Euch etwas angeht. Da es eine Sache zwischen Bella.", dabei nickte sie mir zu.,,Und mir ist. Und ich bitte Euch um Euer Verständnis. Und zudem bin ich Euch dankbar, dass Ihr so gut auf sie aufgepasst habt.", meinte sie und es klang so als würde es ihr nicht gefallen dies zu sagen.
Nur warum dies so war wusste ich nicht.
Doch plötzlich versteifte sich Edward vor mir und starrte mich fassungslos an, um im selben Moment wieder zu Ihr zu sehen.
,,Was ist los, Edward?", fragte Ich ihn
,,Das sollte Dir Eleanore selber sagen.", antwortete er knapp.
Ich wunderte mich darüber und auch die Anderen wirkten verblüfft.
Aber hatte er eben wirklich Eleanore gesagt?
Dann war sie wirklich die Frau aus meinem Traum.
Aber wieso war sie hier?
,,Du scheinst ja ganz schön viele Fragen zu haben, Kleines.", stellte Eleanore unbeeindruckt fest.
,,Woher willst Du das wissen?", fragte ich sie gerade heraus.
Ich merkte wieder mal alle Blicke auf mir ruhen und fühlte mich sogleich sehr unwohl.
Wieder schien Eleanore das zu merken oder zu wissen was in mir vorging.
,,Du kannst dich ruhig beruhigen, Bella. Ich werde Dir sicher nichts tun.", sagte sie.
,,Was? Woher willst DU wissen, was in unserer Bella vorgeht.", meinte Alice und ließ schon sämtliche Höflichkeit fahren.
Was mir aber auffiel war, dass Eleanore bei den Worten 'unsere Bella' stark zusammen zuckte und mich traurig ansah.
Wieso tat sie das denn?
,,Was weißt Du über mich? Und warum weißt Du was in mir vorgeht?", fragte ich und sah sie aufmerksam an.
Ihr blick vernebelte und wurde fast sofort wieder klarer, doch was das war wusste ich nicht.
Es könnte ja sein, dass sie eine Gabe besaß.
,,Ich werde Dir alles erklären la mia piccola stella."(Mein kleiner Stern.), antwortete sie mir und wandte sich augenscheinlich wieder an Edward.
,,Nein, ihr werdet nicht von uns alleine gelassen. Um ehrlich zu sein, traut Dir keiner von uns.", sagte er kühl.
Sie seufzte ein 'Ich weiß' und sah mich wieder an.
Da ich mir dachte, dass sie sicher einen Einblick in meine Gedanken hatte, denn ohne dies wär sie doch nicht im Stande zu wissen was in mir vorging, sprach ich sie direkt in Gedanken an *Du kannst mich jetzt hören, oder?*Ihr Kopf, der noch immer auf Edward gerichtet war, drehte sich in meine Richtung und sie sah mich aufmunternd an und nickte mir zu.

Wow, aber was soll das?

Ich war noch zu sehr erstaunt, so das ich auch nicht sofort mitbekam, dass auch Edward sehr erstaunt war.
,,Was war das denn eben?", fragte er fassungslos.
,,Das mein Lieber, waren Bella's Gedanken.", sprach sie belustigt.
Nun sah er noch erstaunter aus und war blitzschnell an meiner Seite um mich in seine Arme zu nehmen, es fühlte sich schon fast besitzergreifend an.
Aber ich glaubte, dass er meinte sie könne mir gefährlich werden.
Er schien wohl das Gefühl zu haben, sie wolle mich mit ihrer Gabe angreifen.
Auch wenn es absurd war so etwas auch nur anzunehmen.
Da ich aber nun endlich wissen wollte, was los war, wand ich mich aus seiner Umklammerung und ging auf Eleanore zu.
Kaum hatte ich mich in Bewegung gesetzt, da hörte ich auch wie alle Cullen's scharf die Luft ein sogen.
Doch ich versuchte ihnen so wenig Beachtung wie möglich zu schenken und einfach weiter zu gehen.
Der Weg zu Eleanore zog sich unendlich in die Länge, so dass ich bei jedem schritt etwas nervöser wurde.
Aber stören tat es mich nicht, so zeigte mir mein Körper und mein Geist doch, dass mir diese Situation nicht egal war.
Ich bestätigte mir so selbst, was mir alles daran lag, es heraus zu finden, zu wissen was dies alles bedeutete, ob dies zu meiner Vergangenheit gehörte, oder nur eine Intrige von jemanden war.
Ich persönlich hoffte doch, dass es etwas mit meiner Vergangenheit zu tun hatte.
Aber auch als ich endlich vor Eleanor angekommen war, brachte ich noch nicht sofort ein Wort heraus, sondern sah sie nur an.
Ich wollt mich an mehr Dinge erinnern, ohne dass sie es mir sagen musste.
Doch es ging nicht, ich erinnerte mich einfach an nichts mehr!
Die Blicke in ihr Gesicht, auf ihre Statur und auch in ihre Augen halfen rein gar nicht mich an auch nur eine Sache, sie betreffend, zu erinnern.
Ich fand es schon mehr als frustrierend, dass ich sie, wenn sie mal ein Teil meines Lebens gewesen war, einfach so vergessen hatte.
,,Du wirst Dich nur an die Dinge erinnern können, die ich Dir zeige, meine kleine Bella.", sprach sie mich leise an.
*Warum* fragte ich sie in Gedanken, da ich das Gefühl hatte, meiner Stimme nicht mehr trauen zu können.
,,Weil ich Dir deine Erinnerungen nahm und Du hast ja selbst gemerkt, dass Du Dich all die Jahre nicht daran erinnert hast. Du hast erst wieder damit angefangen, weil ich sie Dir gezeigt hatte. Weil ich wollte, dass Du Dich wieder daran erinnerst.", sagte sie leise zu mir und kam auf mich zu.
*Ich bin nicht normal, oder? Ich bin anders, so wie Du und die Cullen's. Zwar nicht gleich aber dennoch auch kein Mensch. Habe ich recht?* fragte ich sie wieder in Gedanken, da ich nicht wollte, dass es alle mitbekamen.
Ich fand es je schon schlimm genug, dass Edward es anscheinend durch ihre Gedanken mitbekam, da musste ich es doch nicht noch laut herumposaunen.
Kaum hatte ich dies zu ende gedacht,kam sie auf mich zu und nahm meine Hände in ihre.
,,Ich wusste nicht, dass Dir dies so unangenehm war, entschuldige bitte.", sagte sie zu mir und sah mich entschuldigend an.
Und wenn ich nicht so sehr auf die Anderen geachtete hätte, hätte ich denken können, dass sie es so auf sich beruhen ließen.
Dem war natürlich nicht so.
Mit jedem Schritt den Eleanore getan hatte, spannten sich die Cullen's mehr an und Alice und Edward kamen sogar immer ein bisschen näher.
Plötzlich spürte ich einen eiskalten Finger an meiner Stirn und sah einen angestrengten Ausdruck auf Eleanore's Gesicht.
*Keine Angst, Bella. Ich teile Dir nur auf diesem Weg meine Gedanken mit.* sprach sie in Gedanken mit mir.
*Ok* meinte ich. *Ich würde gerne wisse woher Du so viel über mich weißt.* kam ich gleich zur Sache.
*Das meine kleine Bella ist sehr schwer zu erklären. Aber ich werde versuchen es Dir zu erklären.* antwortete sie mir.
*Ich werde Dir jetzt alles sagen, ich werde keine Rücksicht auf deine Gefühle nehmen. Denn ich habe das Gefühl, tue ich es wirst Du mit mir böse.* sagte sie und ich nickte leicht, obwohl ich davon nicht viel mitbekam.
*Du bist eigentlich meine Tochter, was auch die Sache mit den Gedanken erklärt, denn durch unsere Verbundenheit können wir so kommunizieren. Zudem bist Du, wie Du schon sagtest, nicht normal, im Sinne von menschlich, sondern ein Genetisch manipulierter Halb-Vampir.Wir wurden beide in Volterra gewandelt und Du wurdest dort sogar geboren. Da Du sicher schon von den Volturi gehört hast, müsstest Du auch von alleine darauf kommen, dass sie etwas damit zu tun haben. Sie wollten versuchen aus Dir die perfekte Zerstörungmaschine zu  machen, da Du aber von Anfang an 'zu menschlich' warst, wollten sie uns eines Nachts beide vernichten. Ich habe es geschafft mit Dir zu fliehen aber wir wurden gefunden.* bevor sie weiter sprechen konnte unterbrach ich sie nachdenklich *Und ich habe uns zu Charlie gebracht?*
Daraufhin nickte sie bloß.
Da mir das alles doch etwas zu viel wurde, ging ich ein paar Schritte zurück und fand mich gleich darauf in Edward's Armen wieder.
Ich war so vertieft in dieses, wie soll ich sagen, Gespräch, dass ich nicht mitbekam wie Edward sich direkt hinter mich gestellt hatte.
,,Geht es wieder, Liebste?", fragte mich Edward und drehte mich so in seinen Armen, dass ich in zugewandt stand.
,,Ja.", brachte ich gerade noch so heraus, doch dann wurde alles um mich rum schwarz.
Jemand rief mich, doch ich wusste nicht wer es war.


                      

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