Samstag, 15. Oktober 2011

Schwäche

Kapitel 7






Bella's Sicht:




Als ich mit dem duschen fertig war schlang ich mir ein Handtuch um den Körper und machte mich, in der Hoffnung dass alle wieder unten waren, auf den Weg in Edward's Zimmer.
Ich musste schon die ganze zeit daran denken, was ich heute Nacht geträumt hatte.
Es wirkte so realistisch und doch konnte ich mich nicht an sowas erinnern.
Aber wenn die Vampire aus Aro's Wache und Garde da waren, dann müsste sich das Ganze ja in Volterra abgespielt haben.
Und deshalb war es unmöglich, oder?
Ich war so verwirrt, das glaubte man einem gar nicht.
Ich bekam noch nicht ein mal richtig mit wie ich im Zimmer ankam.
Wie aus dem Nichts umschlangen mich zwei starke Arme und zogen mich zum Bett.
"Wieso so durch den Wind, Liebste?", fragte mich mein Lieblings Vampir.
"Ich muss die ganze Zeit daran denken, ob mein Traum etwas zu bedeuten hat oder nicht und wenn ja, was.", teilte ich ihm mit.
"Ich kann dich ja verstehen aber es war doch nur ein Traum, Bella.", versuchte er mir klar zu machen.
"Ja aber er war so realistisch. Das ist doch nicht normal. Und warum ich geschrien habe weiß ich auch nicht. An dem Traum war nichts unheimliches, dass mich so erschrecken könnte.", erwiderte ich daraufhin.
Das schien ihn auch zu denken zu geben, denn ein nachdenklicher Ausdruck trat auf sein Gesicht.
Nach einer weile entspannte er sich und meinte:"Lass mal gut sein, wenn er etwas zu bedeuten hat finden wir es raus."
Kaum hatte er zu ende gesprochen da knallte auch schon jemand die Tür auf und sprang mitten aufs Bett.
"Na ihr Zwei. Was macht Ihr denn schönes?", fragte Alice mit ihrer Glocken hellen Stimme.
Edward knurrte und ich hielt mir das Handtuch hoch, weil ich ja immer noch nur das um mich hatte.
"Alice, raus hier. Sofort!", knurrte Edward merkbar wütend.
"Ich denke gar nicht daran!", gab sie trotzig zurück.
"Alice, wir wollen mal unsere Ruhe.", sagte ich leise.
"Die könnt Ihr später auch haben.", antwortete sie darauf.
"Alice!", knurrte Edward erneut.
"Mary Alice Brandon Cullen, Du kommst jetzt sofort hier her und lässt die beiden in Ruhe!", rief Esme und kaum sagte sie dies, war Alice auch schon verschwunden.
Ich sah Edward fragend an:"Sie will es sich nicht mit Esme verscherzen.", antwortete mir dieser lächelnd.
Das konnte ich verstehen.
Noch während ich aufstehen wollte, sah ich plötzlich Bilder in meinem Kopf die gar nicht hier her passten.
Ich konnte sie nicht erkennen aber ich spürte Schmerzen, doch was sie bedeuteten wusste ich auch nicht.
Ich hörte auch, dass jemand schrie.
Und zwischen den Schreien hörte ich rufe, wer auch immer da war, rief meinen Namen.
Langsam klangen die Schreie und Rufe wieder ab und ich merkte, dass ich immer noch auf Edward's Bett saß.
Verwirrt sah ich mich um und sah, dass Edward am Kleiderschrank war.
"Was möchtest du anziehen, Bella?", fragte er mich.
Was sollte das denn?
Hatte er nicht mitbekommen was eben los war?
"Nur eine Jeans und ein Shirt, am besten kurz.", sagte ich.
"OK", antwortete er knapp und gab mir im nächsten Moment schon meine Kleidung.
"Was ist denn nun schon wieder?", fragte er mich ehrlich interessiert.
Sollte ich es ihm sagen?
"Es ist nichts. Ich bin nur in Gedanken.
Und so wie es aussah glaubte er mir das sogar.
Ich sah auf den Boden, als ich ein Lachen hörte sah ich wieder auf um zu sehen wie Edward meine Kleidung beiseite legte und mich auf die Beine zog.
Mit einem verschmitzten Lächeln wickelte er mich aus dem Handtuch und keine Sekunde späte lag ich in seinen Armen.
"Was...??", rief ich etwas zu laut.
Doch zu mehr ließ er mich nicht kommen, denn er küsste mich gleich.
Im fast gleichen Moment fühlte ich, das er mir über den Rücken strich.
Ich bekam darauf hin eine wohlige Gänsehaut.
"Ich wusste doch, dass du nichts gegen ein bisschen kuscheln hast.", antwortete er mir selbstgefällig.
Das war doch nicht wirklich sein ernst oder?
Aber er hatte doch recht behalten, ich hatte wirklich nichts dagegen.
Deshalb erwiderte ich auch:"Du hast recht, mein Liebster."
Doch bevor wir uns wieder küssen konnten, klopfte es verhalten an der Tür.
Sofort knurrte Edward wieder und ich schnappte mir das Handtuch und band es mir um.
"Es tut mir leid euch stören zu müssen, doch ihr müsst euch noch für die Schule fertig machen.", sagte Esme zögernd.

Schule! Na toll, konnte das nicht warten?

Ich ärgerte mich selbst über meine Gednken, denn natürlich konnte das nicht warten.
Besonders nicht im letzten Jahr.
"Das uns auch immer etwas dazwischen kommen muss.", murmelte Edward und gab mir meine Sachen.
Ganz unrecht hatte er ja nicht.
Wir hatten nie einen Moment für uns ohne gleich wieder gestört zu werden.
"Ich warte draußen, Bella.", sagte er an meinen Lippen und gab mir einen süßen Kuss bevor er verschwand.
Da ich nun alleine war konnte ich mich auch ungestört meinen Gedanken hingeben.
Was es bedeutete, dass ich diese komische Art von Visionen hatte, wenn man es so nennen konnte,mein Traum und ob er eine Bedeutung hatte und mein Thema Nummer eins, Edward!

Das ist ganz schön viel!

Aber da musste ich durch.
Es ging ja um mich, also konnte ich doch nicht verlangen, dass die Anderen alles machen mussten.
Und ein bisschen nachdenken konnte ich doch wohl auch noch, auch wenn es allen lieber wäre ich hielte mich aus solchen Sachen ganz raus.
Aber darauf konnte sie lange warten.
Als ich endlich angezogen war ging ich runter wo Edward mir schon was zu essen machte.
Es roch köstlich und ich wusste dass er mir Pfannenkuchen machte.

Mein Lieblings Frühstück.

Nachdem ich allen einen guten Morgen gewünscht hatte, setzte ich mich auf einen Stuhl am Esstisch und wartete auf mein Frühstück.
Aber nicht ohne Edward genau zu beobachten.
Ich liebte jede seiner Bewegungen, aber natürlich blieb es nicht unbemerkt, dass ich ihn beobachte.
Als er mir meinen Teller brachte flüsterte er:"Gefällt Dir, was Du siehst?", und küsste meine Stirn.
Ohne ein weiteren Kommentar abzugeben, fing ich an zu essen.
Aber ja, mir gefiel schon was ich da zu sehen bekam.
Während ich dies dachte,fing ich leise an zu kichern.
"Was ist denn so witzig, Bella?", fragte mich Edward.
Ich antwortete nicht sondern zuckte nur mit den Schultern.
"Du willst es mir nicht sagen.", stellte er fest.
Nun nickte ich und er seufzte kurz auf.
"Bella, bist Du fertig?", rief Alice mir zu.
"Ja.", antwortete ich knapp und als ich aufstehen wollte, wurde mir so plötzlich schwindelig, dass ich mal wieder auf Edward angewiesen war, wenn ich nicht fallen wollte.
Und wie nicht anders zu erwarten war, reagierte Edward schnell genug, so dass ich sanft in seinen Armen landete.
"Bella!", brachte er geschockt hervor und auch in seinen Augen konnte man deutlich die Sorge erkennen, die ihm mein kleiner Schwächeanfall bereitete.
"Alles okay, geht schon wieder.", versuchte ich so überzeugend wie möglich zu sagen und mich auch gleichzeitig aus seinem Griff zu winden.
Doch ließ er nicht zu, dass ich mich, sozusagen von ihm befreite.
Sondern bugsierte mich ins Wohnzimmer zu einer Couch und legte mich auf eben diese.
Sobald ich lag, kam auch schon Charlisle zu uns und stellte seine Tasche auf den Boden.
"Bella, was genau fühlst du gerade? Ist dir schlecht, schwindelig oder beides?", fragte er mich ernst, doch ich schüttelte nur den Kopf und meinte:"Ich fühle mich nur ein bisschen kraftlos, sonst nichts.", und auf die skeptischen Blicke der anderen meinte ich nur:"Ehrlich, ich schwöre es sogar."
Und um es zu beweisen hob ich die rechte Hand an, doch Edward hielt sie fest und starrte mich ernst an.
"Das ist nicht witzig, Bella!", sagte er wütend und das wo ich doch immer dachte er würde nie auf mich wütend sein.
"Es wäre wohl besser wenn Du heute von der Schule zu Hause bleiben würdest. Das mit der Entschuldigung wird auch kein Problem.", meinte Charlisle und beendete so auch die Stille die sich ausgebreitet hatte.
Und ich war dankbar dafür.
"Ich bleibe auch zu Hause.", sagte Edward und küsste meine Stirn.
"Das ist nicht nötig, Edward. Ich finde es gut wenn sie hier bleibt, da es ihr in letzter zeit zu viel wurde also wird sie Ruhe gebrauchen können. Ich werde ihr auch gleich ein leichtes Beruhigungsmittel geben.", sagte Charlisle flüsternd.
"Ich bin doch ruhig!", erwiderte ich, doch es gab nur ein einstimmiges gegrummel als Antwort und schon war es wieder still.
Ich hatte so eine ungute Ahnung warum es auf einmal wieder ruhig war doch noch bevor ich was sagen konnte merkte ich einen Stich im Arm und hörte noch ein 'Schlaf gut, Liebste' von Edward.
Doch dann war ich weg.
Und noch während ich ins Traumland entschwand, bildete sich um mich rum wieder diese Halle aus meinem letzten Traum.
Komisch, dachte ich mir.
Ich würde zu gerne wissen warum ich hiervon träumte.
Ich hoffte es würde sich bald aufklären.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen