Montag, 17. Oktober 2011

Kommt es eigentlich noch härter?

         Kapitel 11

Bella's Sicht:




Nun saßen wir hier, in unserem Zimmer und ich dachte daran, was Esme und Eleanore wohl von mir wollten.
Ich wusste ja, dass Eleanore noch einmal in Ruhe mit mir reden wollte. doch ich hatte auch ein unangenehmes Gefühl dabei.

Was wahrscheinlich verständlich war, denn man erfuhr ja nicht jeden Tag, dass man nicht bei seiner Mutter aufgewachsen ist und dann noch nicht einmal normal, also ein Mensch, ist.

Auch nach weiteren Minuten, machte ich keine Anstalten, zu ihnen zu gehen.
Das wiederum brachte Edward zum schmunzeln.
„Was ist denn los, meine Liebste?“, fragte er mich und stand auf, um sich vor mich zu knien.

Irgendwie kam ich mir grade wie ein kleines Kind vor, dessen Bruder oder auch Vater, einen versuchte zu trösten.
Bei diesem Gedanken musste ich unwillkürlich lächeln, was auch Edward auffiel.
„Sagst Du mir, was in deinem hübschen Köpfchen vorgeht?“, fragte er und es schien ihn ehrlich zu interessieren.

Obwohl ich mir gerade so vorkam, als würde er mich veralbern.
„Findest Du es witzig mich zu veralbern?“, fragte ich ihn deswegen und das Lächeln was er mir daraufhin schenkte, war einfach unbezahlbar.

Es strahlte voller Liebe und zeigte mir, wie viel ich ihm bedeutete.
Aber dennoch machte er gerne seine späße mit mir.
Verübeln konnte man es doch auch nicht und es war doch ok, dass er versuchte mich abzulenken.

„Wenn Du mich schon so fragst, ja es macht Spaß Dich zu necken.“, meinte er und gab mir einen Kuss auf die Lippen während er mich zum stehen brachte, um mich aus dem Zimmer zu bringen.

Aber kaum bekam ich dies mit, versuchte ich gleich zu protestieren, denn richtig wehren hätte ich mich eh nicht können.
Und so löste ich mich von ihm und sah ihn gespielt böse an.
„Das hätte aber nicht sein müssen, Mister Cullen.“, sagte ich und gab mir richtig Mühe mit der richtigen Betonung.

„Ich denke schon, Miss Swan. Ich bin der Meinung, es gehört sich nicht, Damen warten zu lassen. Und doch tun Sie nun genau dies. Und das Sie auch eine Dame sind, ist keine nennenswerte Entschuldigung. Darum werde ich mir, Ihnen gegenüber die Freiheit nehmen und Sie zu ihnen geleiten.“, antwortete er mir galant und wie zu erwarten war, hörte es sich bei ihm viel besser an wenn er so sprach.

Nachdem ich nach seiner Ansprache jedoch nichts sagte, hackte er sich bei mir ein und brachte mich ins Wohnzimmer, wo Esme und Eleanore schon warteten.
„Bis gleich, mein Engel.“, haucht er mir ins Ohr und gab mir noch einen kleinen Kuss auf die Stirn.
Und kaum löste er sich von meiner Stirn, war er auch schon verschwunden.

Na toll, und schon lässt er mich allein.

Aber es war vermutlich auch besser so.
Ich meine, wenn er hier wäre, würde ich wahrscheinlich nichts mehr raus bekommen.
Oder ich würde vor Scham im Erdboden versinken, weil mir die Sache doch zu peinlich war.
„Da bist Du ja, Bella.“, fing Eleanore auch gleich an und kam auf mich zu um mich in den Arm zu nehmen und zur Couch zu führen.

„Ich hatte schon gedacht, Du kommst heute gar nicht mehr, meine Kleine.“, sagte sie und setzte sich neben mich.
Sie versuchte wohl locker zu sein, auch wenn es ihr nicht wirklich gelang.
Und als ich in ihr Gesicht sah, sah ich auch, dass dies stimmte.
Für sie war es wohl auch nicht leicht

Aber das hätte mir doch auch klar sein sollen, sie wusste ja von mir, was mir gegenüber schon ein Vorteil war, doch wusste sie ja auch nicht, ob wir uns je sehen würden.
Und jetzt, da es soweit war, mussten wir auch viel klären.

„Du bist ein schlaues Köpfchen, Bella.“, sagte sie und nahm meine Hand.
„Du oder auch ihr wolltet doch mit mir reden. Worum geht es denn?“, meinte ich und sah beide nacheinander an.

„Ja, also, Eleanore wollte mit Dir reden und ich bin so als kleine Hilfe hier.“, antwortete mir Esme und sah zu Eleanore.
Das verstand ich jetzt noch weniger.

Wenn Eleanore mit mir reden wollte, sollte sie mir es doch einfacht sagen.
*Es tut mir leid doch sie kennt Dich doch viel besser als ich. Und da dachte ich, sie könne mir helfen, Dir alles was, Du wissen möchtest, gut zu erklären und mich aufzuhalten, wenn es Dir wieder zu viel wird. Wie Du gemerkt hast bin ich ja nicht wirklich gut darin.*, teilte sie mir in Gedanken mit.

Daher weht also der Wind!

Aber es bestätigte auch meine Vermutung, sie kam damit nicht so gut klar.
„Ok, was genau wolltet ihr denn mit mir besprechen? Und diesmal will ich eine einfache Antwort, ok?“, sagte ich laut, damit sich Esme nicht wie das fünfte Rad am Wagen vorkam.
Denn dass müsste sie ja, wenn wir uns nicht laut unterhielten.

„Wir wollten Dir erklären, wie es um Deine richtige Familie steht und, was auch der Grund ist warum wir nur unter uns sind, wir wollten mit Dir darüber reden, wie weit Du mit Edward in eurer Beziehung geht und auch ob ihr wisst, wie ihr euch verhalten müsst.“, antwortete mir Esme.

Oh oh, sie wollten mit mir ein, teilweise zumindest, Aufklärungsgespräch führen.
„Das ist doch jetzt nicht euer Erst, oder?“, fragte ich beide und man hörte mir an, dass ich nervös wurde.

„Ja, das ist unser Ernst.„sagte Eleanore und meinte wohl, dass es mich beruhigte wennn sie es noch einmal sagte.
Doch es verfehlte seine Wirkung komplett.
Denn ich wurde immer nervöser, je mehr sie sagte
.
Aber wen würde das denn auch wundern?
Es war ja nicht ganz ohne, diese Gespräch zu führen.
„Muss das sein?“, startete ich einen letzten Versuch, doch erfolglos. denn Esme und Eleanore sehen sich an und nickten mir dann zu.

„Da mir Esme mitteilte, dass Du Dich schon bei ihr etwas schlau gemacht hast, denke ich, dass es nicht notwendig ist Dich komplett aufzuklären.“, sagte Eleanore und musterte mich kritisch.
Es sah fast so aus als wollte sie diese Gespräch unbedingt, doch es wurde ihr, zu meinem Glück, ausgeredet.

„Aber dennoch müssen wir uns unterhalten und nachdenken wie wir Edward und Dich vor Dir schützen können.“, sagte sie noch.

Was sollte das denn schon wieder heißen?

Ich meine ich war froh, dass es wohl nicht so peinlich wurde wie ich anfangs gedacht hatte, da ich mich ja wirklich schon ein bisschen bei Esme und auch Alice informiert hatte.
Doch was meinte sie damit, dass wir Edward und mich schützen mussten?
„Was genau meinst Du?“, fragte ich.


„Wir wissen nicht wie weit Du mit deiner Verwandlung schon bist, da man es Dir nicht ansehen kann.“, sagte Esme und sah Eleanore an worauf sie weiter sprach,„Du müsstest eigentlich schon mitten in der Verwandlung sein und wenn Du sie abgeschlossen hast, müssen wir aufpassen, weil Du dann viel stärker sein wirst als wir. Und da wirst Du auch auf Edward aufpassen müssen, da Du auch schneller die Kontrolle verlieren kannst, was Edward auch schaden könnte. Und ich bezweifele, dass Du das möchtest.“, erklärte sie.
Das konnte doch jetzt alles nicht wahr sein, kaum das es zwischen Edward und mir ernster wurde und er es sogar wollte, mussten wir uns wieder zurückhalten.

*Ich weiß, dass es Dir unfair erscheint, doch anders geht es nicht euch beide zu schützen.*
„Ja, ich habe es ja auch verstanden, doch ich finde es trotzdem unfair!“, gab ich zu und sah wieder von Esme zu Eleanore.

„War das eigentlich alles?“, fragte ich und fügte in Gedanken hinzu, als ob das nicht genug wäre.
„Ja, das war schon alles. Und “, war es so schlimm?“, fragte Esme.
„Nein, eigentlich nicht.“, meinte ich und wollte schon aufstehen, doch ich wurde,von Eleanore, wieder auf die Couch gezogen.

„Du musst uns unbedingt sagen, wenn Dir etwas merkwürdiges auffällt!“, sagte sie eindringlich und ich nickt ihr zu.
Ich konnte darauf nicht wirklich antworten, besonders nachdem ich mir schon einen Kopf über mich gemacht hatte, weil ich so viel, was ich nicht mitbekommen sollte, mitbekam.
All dies dachte ich aber erst, als sie mich wieder los gelassen hatte.

„Du kannst nun wieder gehen, wenn Du willst.“, sagte Esme.
„Ok.“, gab ich leise von mir und machte mich auf den Weg zu Edward's Zimmer.
Wie ich erwartet hatte, stand er vor seiner Zimmertür und wartete auf mich.

Ich fragte mich, ob er wohl wieder gelauscht hatte, doch er schüttelte seinen Kopf und meinte:„Ich habe mich extra zurückgehalten.“
Es war erstaunlich, wie gut wie auch ohne Worte auskamen.

Doch ich genoss es auch, denn so konnten wir so manchen peinlichen Situationen aus dem Weg gehen.
„Ich habe mir gedacht, da es noch recht früher Mittag ist, könnten wir einen Spaziergang machen. Was hältst Du davon?“, fragte er mich.


         

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